Förderung von Photovoltaik durch den Bund

Die Schweizerische Eidgenossenschaft verfügt über zwei Programme, um die photovoltaische Energie zu unterstützen. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ermöglicht es den Produzenten mit grossen Solaranlagen mit einer maximalen Leistung von über 30 Kilowatt (kWp), ihren Strom zu einem Vorzugstarif zu verkaufen. Die kleinen Anlagen mit einer Leistung von unter 30 kWp werden entweder mit der KEV oder mit einer Investitionshilfe unterstützt, die Einmalvergütung (EIV) genannt wird. Bei Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt besteht ein Wahlrecht – die Projektträger können das für sie günstigere System auswählen.

Einmalvergütung oder KEV?

Anlagen die nach dem 1.1.2013 in der KEV Warteliste aufgenommen wurden, profitieren voraussichtlich nicht mehr von der KEV-Vergütung. Die Fördermittel im KEV-Topf werden nicht für alle Anlagen ausreichen, die sich für den KEV angemeldet haben. Das Bundesamt für Energie rät sogar allen Anlagebesitzer, deren Anlagen ab 2012 in die KEV-Warteliste aufgenommen wurden, die Einmalvergütung in Anspruch zu nehmen. Dies gilt für alle Anlagen mit Leistung bis 30 kWp. Anlagen mit Leistung über 30 kWp verbleiben automatisch in der KEV-Warteliste.

Folgende Übersicht zeigt Ihnen die Unterschiede zwischen der EIV und der KEV auf einen Blick:

EIVKEV
Häufigkeit der VergütungEs handelt sich um eine einmalige InvestitionshilfeDie Vergütung erfolgt quartalsweise aufgrund der ins Netz eingespeisten Strommenge
Höhe der VergütungDie Vergütung beträgt ungefähr 30% der Investitionskosten einer Referenzanlage 1)Die Vergütung ist kostendeckend 1). Die Höhe der Vergütung wird ebenfalls anhand von Referenzanlagen festgelegt.
Zeitpunkt der VergütungDie Auszahlung erfolgt nach Einreichen der vollständigen Inbetriebnahmemeldung, sofern die finanziellen Mittel vorhanden sind.

Der Eintrittszeitpunkt in die KEV ist ungewiss; Photovoltaikanlagen verbleiben auf der Warteliste, bis die Warteliste zum entsprechenden Anmeldedatum abgebaut werden kann. Für alle weiteren Technologien finden Sie die Informationen unter Verweise – Warteliste.

Die Aufnahme in die KEV erfolgt mittels jährlichen Kontingenten, welche das BFE freigibt.

1) Die Vergütungssätze sind in der Energieverordnung festgelegt.

EIV

Wie funktioniert die Einmalvergütung?

Mit der Einmalvergütung (EIV) wurde 2014 ein neues Instrument für die Förderung von kleinen Photovoltaik-Anlagen eingeführt. Die Einmalvergütung (EIV) ist eine Investitionshilfe, welche rund 30 Prozent der Kosten einer Referenzanlage beträgt. Das Bundesamt für Energie untersucht den Markt jedes Jahr und berechnet die Kosten einer Referenzanlage aufgrund von Rechnungen und Offerten.

Der Investor erhält 20 bis 30 % der Investitionskosten einer Referenzanlage. Dies erfolgt durch einen einmaligen Betrag, welcher nach Einreichung aller relevanten Unterlagen bei Swissgrid innert einiger Monate ausbezahlt wird. Derzeit zahlt Swissgrid jeden Monat rund 800 Einmalvergütungen aus. Momentan beträgt die Wartezeit 9 Monate ab Einreichen der vollständigen Unterlagen.

Wie lange muss ich noch warten, wenn ich mich für die KEV entscheide?

Das System der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) wird stark nachgefragt. Projekte, welche (noch) keinen positiven Bescheid erhalten haben, verfügen über keinerlei Ansprüche in Bezug auf die KEV. Wenn sich das Parlament entscheidet, den KEV-Fonds nicht zu erhöhen, erhalten diese Projekte keine Finanzierung. Wenn Projektträger die Möglichkeit haben vor Ort ihren Strom zu konsumieren, ist es empfehlenswert sich für die Einmalvergütung in Kombination mit der Möglichkeit zum Eigenverbrauch zu entscheiden.

Eigenverbrauch von Solarstrom

Worum geht es beim Recht auf Eigenverbrauch?

Produzenten fossiler und erneuerbarer Energie haben das explizite Recht, die selbst produzierte Energie am Ort der Produktion zeitgleich selber zu verbrauchen (Eigenverbrauch). Nur die tatsächlich ins Netz eingespeiste Energie wird als eingespeist behandelt und vergütet. Die Energieverordnung (EnV) sieht vor, dass die Produzenten dem Netzbetreiber drei Monate im Voraus mitteilen müssen, wenn sie in den Ei-genverbrauch oder (umgekehrt) zur Abrechnung der Nettoproduktion wechseln wollen. Die Details zum Eigenverbrauch wurden 2014 in einer Vollzugshilfe zum Eigenverbrauch vom BFE festgehalten.

Mehr Infos zum Thema Eigenverbrauch von Solarstrom finden Sie hier: Immer zentraler: Eigenbedarf abdecken

Weiterführende Informationen und Online-Anfrage

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Förderung von Photovoltaik durch den Bund:

Textquelle: BFE und Swissgrid