Goldene Tipps für den Umbau

Wer sein Eigenheim umbaut, ist im Begriff, eine der grössten Investitionen seines Lebens zu tätigen. Hier sind – nach 2000 umgesetzten Umbauprojekten – die wichtigsten Tipps, damit ein Umbauprojekt zum Erfolg wird.

Bei Angeboten Äpfel mit Äpfeln vergleichen

Bei der Vergabe von grossen Aufträgen ist es gang und gäbe: Es werden mehrere Offerten eingeholt. So geschieht es oft auch bei Umbauprojekten. So weit so gut. Die Schwierigkeiten beginnen oft erst dann, wenn die Angebote auf dem Tisch liegen. Das Problem: Der Bauherr hat keine Chance, Handwerkerofferten zu vergleichen. Das kann beispielsweise daran liegen, dass er nicht abschätzen kann, wie zeitaufwändig eine sorgfältig ausgeführte Arbeit wirklich ist. Oder er weiss nicht, ob das gerechnete Produkt das beste und preiswerteste ist. Ein interessanter Faktor kommt noch dazu: Der Bauherr lernt mit jedem Gespräch für die Angebotserstellung dazu und weiss jedes Mal mehr. Schon aus diesem Grund können mehrere Offerten nicht eins zu eins verglichen werden.

Sich Zeit lassen

Ein Umbauprojekt dauert erfahrungsgemäss ungefähr gleich lange wie Schwangerschaft. Ob es auch noch andere Parallelen gibt, wollen wir hier offen lassen. Sicher ist, dass viele Bauherren mit zu optimistischen Zeitplänen in Umbauprojekte einsteigen. Von der ersten Projektsitzung bis zur Fertigstellung der Arbeiten und schlussendlich zur Kontrolle der Abrechnungen vergehen meistens 9 bis 12 Monate. Geht das nicht schneller? Doch, mit einem höheren Budget und oft auch auf Kosten der Qualität. In einem Satz gesagt: Ein zu enger Zeitrahmen bei einem Umbauprojekt mindert die Qualität und erhöht die Kosten.

Offerte und Kostenberechnung unterscheiden

Erste Richtofferten von Handwerkern sind oft ungenau. Das liegt jedoch meistens nicht am bösen Willen des potentiellen Auftragnehmers sondern zu wenig detaillierten Informationen über die geplante Zusammenarbeit. Meistens steht genau aus diesem Grund irgendwo in der Offerte das Wort unverbindlich. Und was kommt am Ende heraus? Günstige aber unverbindliche Offerten sind am Schluss oft teurer. Was können Sie also tun? Investieren Sie Geld in eine Projektanalyse mit genauer Kostenberechnung. Denn: Umso genauer die Kostenplanung desto weniger Überraschungen haben Sie in der Kostenentwicklung.

Referenzen einholen

Die meisten Menschen erkundigen sich vor einem Autokauf über die Erfahrungen anderer mit der Marke oder dem Fahrzeugtyp. Bei einem Umbauprojekt – welches unter Umständen zehn Mal mehr kostet – werden oft keine Referenzen eingeholt. Folgende Erfahrungen von anderen Bauherren sollten Sie interessieren:

Gesetze kennen

Bauprojekte, welche vor zwei Jahren problemlos bewilligt wurden, werden heute unter Umständen abgelehnt. Dagegen sind aktuell bauliche Veränderungen möglich, für welche vor einem Jahr noch keine Baubewilligung ausgestellt worden wäre. Stellen Sie sicher, dass Sie die aktuellen gesetzlichen Möglichkeiten und Grenzen kennen – beispielsweise in Bezug auf Raumplanungsgesetz, Baureglement und Zonenplan der Gemeinde oder Grenzabstände.

Genaue Steuerplanung

Grössere Umbauprojekte wirken sich spürbar auf die Steuerbelastung der nächsten Jahre aus. Durch eine genaue Planung können Sie hierbei viel beeinflussen. Machen Sie sich schlau oder lassen Sie sich beraten, wie Sie mit legalen Massnahmen die besten steuerlichen Auswirkungen erzielen können.