Solarstrom ab der Fassade – neuerdings oft ohne Baubewilligung möglich
Wer sein Eigenheim energetisch weiterentwickeln möchte, denkt meist zuerst ans Dach. Doch auch die Fassade bietet grosses Potenzial – für mehr Unabhängigkeit, mehr Eigenstrom und eine zukunftsgerichtete Nutzung des eigenen Gebäudes. Fassaden-Solaranlagen bieten verschiedene Vorteile – unter anderem aufgrund der oft grosszügig verfügbaren Flächen. Seit dem 1. Januar 2026 kommt ein weiterer entscheidender Pluspunkt hinzu: In vielen Fällen können Fassaden-Solaranlagen ohne Baubewilligung und mit minimalem administrativem Aufwand realisiert werden.

Bessere Nutzung von Flächen und gesteigerter Winterstrom-Ertrag
Gebäudefassaden bieten oft grosse, bislang ungenutzte Flächen, die sich hervorragend für die Installation von PV-Anlagen eignen. Anders als Dachanlagen sind Fassadenmodule nicht an die Dachneigung gebunden, sondern können je nach Gebäude gezielt auf sonnenexponierten Seiten eingesetzt werden. Zudem trifft durch die senkrechte Montage bei tief stehender Wintersonne mehr Licht direkt auf die Module – ein Vorteil, der sich insbesondere in den Wintermonaten im Stromertrag bemerkbar machen kann. Über das ganze Jahr betrachtet liegt der Gesamtwirkungsgrad einer Fassadenanlage allerdings etwa 20 bis 30 Prozent unter dem einer vergleichbaren Dachanlage.
Vereinfachte Verfahren und klare Vorteile
Fassaden-Solaranlagen lassen sich heute vielerorts einfacher realisieren als noch vor wenigen Jahren. In vielen Fällen genügt ein Meldeverfahren – eine ordentliche Baubewilligung ist dann nicht erforderlich. Das reduziert den administrativen Aufwand und ermöglicht eine zügigere Umsetzung. Ob eine Anlage bewilligungsfrei umgesetzt werden kann, hängt unter anderem von der Lage des Gebäudes ab. Für Bauten in Arbeitszonen gelten besonders klare und vereinfachte Regeln. Viele Firmengebäude befinden sich in solchen Zonen und profitieren deshalb in besonderem Mass von diesen Erleichterungen. Auch bei Gebäuden ausserhalb von Arbeitszonen sind bewilligungsfreie Lösungen unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Entscheidend ist in jedem Fall eine fachgerechte Planung sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die geplante Installation muss vor Baubeginn der zuständigen Behörde gemeldet werden.
Möchten Sie Ihr Eigenheim energetisch weiterentwickeln und zusätzlichen Solarstrom produzieren? Dann lohnt es sich zu prüfen, ob Ihre Fassade dafür geeignet ist. Fassaden-Solaranlagen ermöglichen heute schlanke Projekte und eine vergleichsweise schnelle Umsetzung – ein Vorteil, der vor wenigen Jahren noch kaum denkbar war. Hinzu kommt: Solche Anlagen werden aktuell attraktiv gefördert. Je nach Ausgestaltung und Leistung können namhafte Beiträge beantragt werden, was die Investition zusätzlich interessant macht.
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