Wohnhäuser langfristig planen
Wer nachhaltig bauen möchte, sollte den Flächenbedarf und die Energieeffizienz bereits bei der Grundrissplanung berücksichtigen. Ein kompakter Grundriss spart nicht nur Fläche, sondern auch «graue Energie» und CO₂-Emissionen.
Langfristig planen und gleichzeitig die Umwelt schonen
Zugunsten einer verbesserten Nachhaltigkeitsbilanz sollte ein Gebäude auch möglichst lange genutzt werden können. Dies bedingt die möglichst unkomplizierte Anpassungsmöglichkeit einer Immobilie an geänderte Bedürfnisse. Eine darauf ausgerichtete Planung erfüllt, neben ökologischen Anforderungen, auch soziale Bedürfnisse besser. Immerhin zieht es eine grosse Anzahl älterer Menschen vor, möglichst lange im Eigenheim zu wohnen. Weil dieser Wunsch auch bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen gelebt werden soll, ist barrierefreies Bauen oder Umbauen wichtig, im Vorfeld zu beachten. Beispielsweise kann bereits bei der Planung eines Eigenheims für den leichteren Zugang ein stufenlos erreichbares Erdgeschoss vorgesehen werden. Eine Überlegung wäre auch, Stufen und Schwellen so weit wie möglich von Anfang an zu vermeiden – für ein hindernisfreies Wohnen im dritten Lebensabschnitt. Wohnen im Alter und die daraus ausgerichtete Planung eines anpassungsfähigen Baus geht jedoch über hindernisfreie Räumlichkeiten hinaus. Veränderte Wohnbedürfnisse im Alter sind auch die Grundlage für die sogenannte «Verdichtung nach innen». Nimmt der Platzbedarf mit zunehmendem Alter der Hauseigentümer ab, eröffnen sich Chancen für eine Mehrfachnutzung. Beispielsweise kann das Eigenheim so umgestaltet werden, dass darin zwei Wohnungen anstelle einer untergebracht werden können. Die Vorteile liegen auf der Hand, zumal die Liegenschaft besser genutzt wird und gleichzeitig die sozialen Kontakte erweitert werden. Selbst wenn die Umnutzung allenfalls einen Anbau auf dem eigenen Grundstück erfordert, wird ein Beitrag zum haushälterischen Umgang mit dem Boden und zur Verdichtung des Wohnraums geleistet. Dabei kann die Verdichtung unter Umständen auch über eine Aufstockung des bestehenden Eigenheims vorgenommen werden.

Mit Holz in die Höhe bauen
Anstelle zusätzliches Land zu überbauen, kann auch mit der Aufstockung von bestehenden Gebäuden ein Beitrag zum ökologisch nachhaltigeren Bauen geleistet werden. Hierfür ist gerade Holz als Baumaterial gut geeignet, weil damit die bestehende Tragstruktur in der Regel eine weitere Etage gut tragen kann. Neben der, im Vergleich zu einer massiven Bauweise, geringen zusätzlichen strukturellen Belastung bietet sich Holz für eine Gebäudeaufstockung an. Zu den Vorteilen zählen die rationelle Fertigung und wettbewerbsfähige Preise sowie eine, im Vergleich zum Massivbau, sehr kurze Bauzeit für die Aufstockung. Zudem werden mit einer hölzernen Aufstockung hervorragende Werte bezüglich der Energieeffizienz erzielt. Zumal Holz nachwächst und viel CO2 bindet, ist eine Gebäudeaufstockung unter Verwendung von Holz, ebenfalls unter Berücksichtigung des Klimaschutzes, eine vorteilhafte Lösung. Wer aus ästhetischen Gründen jedoch andere Materialien vorzieht, muss dennoch nicht auf die Vorteile von Holz verzichten. Schliesslich lässt sich die für die Wohnraumerweiterung im Rahmenbau produzierte Struktur verkleiden. Dies ist beispielsweise mit Metall, Stein oder Glas möglich. Allerdings enthalten derartige Materialien in der Regel mehr «graue Energie» als ökologisch vorteilhaftes Holz aus nachhaltiger, einheimischer Forstwirtschaft.
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